Treppengitter – Welche Arten gibt es?
Die Treppenschutzgitter sind mit Sicherheit die bekanntesten Schutzgitter für Haus und Wohnung. Doch es gibt auch noch viele weitere Schutzgitter, die sich sinnvoll und optisch harmonisch in die eigene Umgebung eingliedern lassen. So kann ein Türschutzgitter beispielsweise sinnvoll sein, wenn Babys und Kleinkinder vor Zimmer ferngehalten werden sollen.
Die Befestigungsart – gebohrt oder geklemmt
Treppenschutzgitter können entweder gebohrt oder einfach nur geklemmt werden. Beide Varianten sind in der Regel sehr sicher. Treppengitter ohne Bohren können einfach zwischen zwei Befestigungspunkte geklemmt werden. Der Vorteil ist, dass man keine unschönen Bohrlöcher hat, die man nachher wieder zu spachteln muss. Nachteilig ist hingegen, dass es bei Klemmgittern immer eine Stufe gibt, die dann ein Treppengitter selbst zu einer Gefahrenquelle werden lassen kann. Manchmal hat man aber aufgrund der eigenen örtlichen Gegebenheiten nicht die Wahl, sondern man muss das Treppenschutzgitter einfach anbohren, um die größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten.
Übrigens gibt es auch spezielle Treppenschutzgitter für Wendeltreppen! Denn hier hat man ja keine festen Wände zum Klemmen oder Bohren.
Doch egal ob gebohrt oder nur geklemmt: eine feste Verankerung sollte beim Treppengitter immer gewährleistet sein. Denn mitunter werden die lieben Kleinen beim wilden Toben mit Freunden auch einmal das Treppengitter als Ziellinie für ein Wettrennen nutzen.
Das Material – von Holz bis Stoff
Am meisten werden Schutzgittern für Treppen und Türen aus Holz eingesetzt. Diese harmonieren gut in Wohnungen und Häusern im Landhausstil und solchen mit viel Holz. Diese gibt es in vielen Breiten und werden sowohl zum Klemmen als auch zum Bohren angeboten.
In moderneren Häusern bieten sich auch Treppenschutzgitter aus Metall an. Diese gibt es von weiß über silber bis dunkelfarben. Auch hier gibt es Klemm- und Schraubgitter.
Relativ neu sind Schutzgitter aus Stoff. Diese sind sehr leicht, lassen sich zusammenklappen und ebenso einfach verstauen. Sie werden meist nur zwischen Türrahmen oder Wand und das Treppengeländer geklemmt. Durch diesen Klemm-Mechanismus entfällt das Bohren. Das Schutzgitter lässt sich dadurch jederzeit an einer anderen Stelle anbringen. Das ist insbesondere dann sinnvoll, wenn ein Schutz nicht dauerhaft gewährleistet werden muss. Solche Treppenschutzgitter aus Stoff mit Klemmvorrichtung eignen sich auch sehr gut für Wendeltreppen.
Darauf muss beim Treppengitter geachtet werden:
Für die Treppengitter ist grundsätzlich eine Höhe von 65 Zentimetern vorgeschrieben. Moderne Treppengitter zum Klemmen sind aber oftmals schon von Haus aus 75 Zentimeter hoch. Einige Modelle lassen sich sogar bis zu 20 Zentimeter in der Höhe verstellen, so dass das Treppengitter ohne Bohren quasi mit den Kindern mit wächst. Auch in der Breite sollte ein gutes Treppengitter immer noch verstellt werden können, um es gut und sicher in vor der Treppe zu montieren. Eine Verstellbarkeit zwischen 70 und 140 Zentimetern ist hier durchaus sinnvoll.
Ebenfalls muss beim Treppengitter darauf geachtet werden, dass es das GS-Siegel für geprüfte Sicherheit oder ein anerkanntes, aktuelles TÜV-Siegel aufweist. Das ist besonders bei Treppengitter ohne Bohren wichtig, denn nur dann sind Stabilität und hochwertige Qualität tatsächlich vorhanden.
Wichtiges Zubehör für Treppengitter
Auch wenn Sie einmal umziehen, müssen Sie nicht direkt ein neues Treppenschutzgitter kaufen. Für viele Treppengitter gibt es Verlängerungen, die Ihr altes Gitter auch passend für die neue Treppe macht. Durch verschiedene Winkelelemente kann ein zu schmales Treppengitter problemlos erweitert werden.
Weiterhin gibt es zusätzliche Klemmen, die die Stabilität beim Treppengitter ohne Bohren gewährleisten sollen.
Auch gibt es Zubehör, wodurch Sie ein Treppenschutzgitter, das eigentlich für das Klemmen an der Wand gedacht ist, auch an das Gitter der Treppe befestigen können.
Kauftipps
- Achten Sie auf das GS-Siegel (Geprüfte Sicherheit)!
Nur so können Sie gewährleisten, dass es sich um ein geprüftes Treppenschutzgitter handelt. Zudem müssen Treppengitter ohne Bohren der DIN EN 1930 entsprechen. In dieser Norm wird unter anderem geregelt, dass das Treppengitter ausreichend Schutz vor dem Hängenbleiben mit Fingern und anderen Gliedmaßen bietet. - Achten Sie auf runde Kanten!
Damit können Sie das Risiko verringern, sich an scharfen Ecken zu verletzen. - Achten Sie auf das Material!
Da insbesondere Babys ihre Umwelt gerne mit dem Mund erkunden, sollte das Treppenschutzgitter nicht mit giftigen Farben behandelt worden sein. Wie auch bei Spielzeug sollten Sie immer die Riechprobe machen: Riecht es unangenehm künstlich, lassen Sie die Finger davon! - Schauen Sie sich gebrauchte Treppengitter gut an!
Natürlich müssen Sie nicht unbedingt ein neues Treppengitter kaufen. Wenn Sie ein für Ihre Treppe geeignetes Treppengitter gefunden haben, schauen Sie es sich aber vor dem Kauf gut an. Beschädigungen können nämlich dazu führen, dass die Sicherheit beeinträchtigt wird. Sehen Sie im Zweifelsfall von einem Kauf ab. Prüfen Sie das gebrauchte Treppenschutzgitter auf wackelige Stäbe und testen Sie, ob das Gitter noch gut schließt.
